Sterbebegleitung und kirchliche Bestattung

Friedhofskapelle Linsenhofen

Die Friedhofskapelle thematisiert Licht und Leben und die Hoffnung. Künstlerische Gestaltung: Kurtfritz Handel, Linsenhofen. Architekten: Dolde+Müller-Partner, Linsenhofen.

Foto: www.dolde-architekten.de

 

Sterbebegleitung:

Wenn Ihr Angehöriger im Sterben liegt, kommt der Ortspfarrer auf Wunsch und

in der Regel umgehend ins Haus (ebenso ins Pflegeheim oder Krankenhaus),

um das Sterben zu begleiten.

Eine letzte Abendmahlsfeier ist ebenfalls möglich. Oder eine Andacht am Bett des eben Verstorbenen, bevor er das Haus verlassen muss.

 

Telefon 07025-2778.

Im Falle von Urlaub ist auf dem Anrufbeantworter die Vertretung angesagt.

 

Hilfe gibt es auch bei der Hospizgruppe Nürtingen, vor allem für eine längere Begleitung am Sterbebett und für Sitzwachen:

http://www.ev-kirchenpflege-nuertingen.de/cms/startseite/kirchenbezirk/arbeitsgemeinschaft-hospiz

 

Hausaufbahrungen sind rechtlich zulässig und werden gerne von uns begleitet und mitgestaltet. Bis 36 Stunden darf ein Verstorbener im Haus bleiben.

 

 

Bestattung:

Bitte informieren Sie das Pfarramt: 07025-2778. Zunächst gilt es, in Absprache mit dem Bestattungsunternehmen einen Termin zu finden und Grundsatzfragen zu klären (Erdbestattung, Urnenbeisetzung, Trauerfeier). Dann wird ein Termin für das persönliche Gespräch vereinbart, um die Bestattung gemeinsam vorzubereiten.

 

 

Gesangbuch:

Im Evangelischen Gesangbuch (Ausgabe ab 1996) finden Sie geistliche Hilfestellungen unter Nr. 699 und 700 sowie besonders unter Nummer 828 bis 832.

Lieder und Gebete zu Tod und Sterben außerdem unter den Nummern 516 bis 535 und 678 bis 683.

 

Trauerbegleitung

Im Kirchenbezirk Nürtingen gibt es verschiedene Angebote für Trauernde. Sie werden betreut vom Evangelischen Bildungswerk:

http://www.ev-bildungswerk-esslingen.de/trauer.html

Gerne können Sie sich auch an den Ortspfarrer wenden.

Auch die Telefonseelsorge hat ein offenes und anonymes Ohr:

0800 111 0111.

 

Friedhof

Klick vergrößert.

Der Friedhof mit der Friedhofskapelle. Ein wirklich friedlicher Ort, in den die Kapelle sehr schön integriert ist. Sie öffnet sich mit großer Glasfront zu Friedhof und Ort hin.

 

Der Friedhof in Linsenhofen befindet sich am Ortsausgang Richtung Neuffen am Ende einer Seitenstraße, neben den Bahngleisen. Er  ist von der Hauptstraße zwischen Nürtingen und Neuffen ausgeschildert.

 

Navigationseingabe am besten: Linsenhofen, Beurener Wasen 2.

Vom Beurener Wasen sind es zum Parkplatz Friedhof ca. 50 Meter geradeaus Richtung Ortsausgang.

 

Der Friedhof ist kommunal. Wenn Sie Fragen zu Grabanlage und Friedhofsordnung haben, wenden Sie sich bitte an die Gemeindeverwaltung Frickenhausen www.frickenhausen.de - Telefon 07022-94342-33.

 

 

Wenn ein Mensch gestorben ist ... Was persönlich wichtig sein kann

 

Vor dem Sterben – im Vorfeld


Es ist gut, wenn auch oft nicht leicht, rechtzeitig über den Tod und das
Sterben zu reden. Wichtig ist, dass Sie dabei dem Kranken
die Freiheit lassen, ob und wann und wie ausführlich er
darüber reden will.
Es kann hilfreich sein, auch über die äußerlichen Fragen der Bestattungsart (Erdbestattung, Feuerbestattung usw.), der Gestaltung der Beerdigung oder Trauerfeier zu sprechen, auch über Liedwünsche und Bibeltext oder sogar über einen Lebenslauf.

Manchmal stellt sich die Frage: Wo soll die Trauerfeier stattfinden? Wichtig ist, dass die Gefühle aller Beteiligten im Blickfeld sind, auch das Bedürfnis der Anteilnahme und des Abschiednehmens.
Wenn Erbangelegenheiten anstehen, dann sollten sie klar geregelt werden. Das erspart den Hinterbliebenen unter Umständen viel Leid und viel Ärger.
Auch Dinge wie die Grabpflege können angedacht werden.

 

Weitere Informationen:

Eine gute Vorbereitung für ein Gespräch oder für die eigene Beschäftigung mit Tod und Sterben ist folgendes Buch:

Jörg Zink, Ufergedanken,

3. Auflage 2007, Kreuz-Verlag,

im Buchhandel

- liebevolle, tiefsinnige Auseinandersetzung eines alten Mannes mit dem Tod aus christlicher Sicht, sehr offen, tröstet auf seine Weise ungemein



Im Sterben – beim Sterben


Wie verhalte ich mich, wenn ein Angehöriger stirbt? Sagen Sie ein liebes Wort. Worte des Zuspruchs und des Segens sind bedeutsam; auch wenn ich den
Eindruck habe, dass er oder sie nichts mehr hört.

Das Gehör ist das letzte Organ, das die Funktion aufgibt. Menschen, die im Sterben liegen hören viel länger als wir es denken. Daher sollte auch leise und mit Respekt in Gegenwart des Sterbenden geredet werden. Manche Dinge haben ihren Ort vor dem Sterbezimmer und nicht in ihm.

Halten Sie die Hände, Berührung kann gut tun. Oft ist auch Schweigen
gut.

Wenn ein Sterbender noch bei Kräften ist, besteht die Möglichkeit, dass er oder sie seine Angehörigen segnet, entweder mit Worten oder indem er die Hände auflegt.

Jeder Mensch stirbt einmalig, so wie es zu ihm passt. Für manche ist es wichtig, dass jemand da ist. Viele sterbende Menschen gehen jedoch erst, wenn sie
alleine sind.

 

Zur Möglichkeit von Sitzwache, Abendmahl und Sterbebegleitung durch Hospiz oder Pfarrer siehe oben.


Weitere Informationen:
Zu Hause sterben, Hilfen für Betroffene und Angehörige (Broschüre)
Bestellung: Hospiz Stuttgart, Broschürenversand,
Stafflenbergstr. 22, 70184 Stuttgart; Tel: 0711 / 23741-53

 


Wenn ein Mensch gestorben ist


Wenn ein Mensch gestorben ist, zünden Sie eine Kerze an, sprechen Sie ein kurzes Gebet oder ein Vaterunser. Lassen Sie sich Zeit zum Abschiednehmen, auch im Krankenhaus. Haben Sie keine Angst, den Vertorbenen zu berühren.
Verstorbene dürfen bis zu 36 Stunden im Haus verbleiben. Überlegen Sie, was für Sie gut ist und lassen Sie sich Zeit.
Schließen Sie die Augen des Verstorbenen. Legen Sie ein zusammengewickeltes Handtuch unters Kinn, bevor die Totenstarre eintritt.
Wenn der Tod nicht im Krankenhaus eintrat, dann rufen Sie den Arzt an. Er muss den Tod feststellen und den Totenschein ausstellen.
Benachrichtigen Sie den Bestatter, der Sie in den anstehenden Dingen unterstützt.
Der Ortspfarrer kommt gerne ans Sterbebett zu einer Aussegnung, zu Hause oder auch im Krankenhaus oder Pflegeheim (siehe oben). Es kann
eine große Hilfe sein, wenn Sie bewusst Abschied nehmen vom Verstorbenen.


Weitere Informationen:
Die Zeit der Trauer (Broschüre), Eine Hilfe für Trauernde und Begleitende, Dr. D.Tausch-Flammer, L.Bickel
Bestellung: Zentraler Vertrieb Diak. Werk der EKD,
Karlsruher Str. 11, 70771 Leinfelden-Echterdingen,
Tel: 0711 / 902 16-50; Fax: 0711 / 797 75 02

 

Roland Kachler, Meine Trauer wird dich finden,

12. Auflage 2012, Kreuz-Verlag,

im Buchhandel

- für viele ein wunderbares Buch für ihre Trauer geworden, sehr einfühlsam geschrieben

 


Evang Gesangbuch, Stuttgart 1996, siehe oben

wirklich gute praktische Anleitungen und gute Texte

 

 


Jesus Christus spricht:
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen.
Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten.
(Joh. 14,2)

 

 

 

(frei nach einem Faltblatt der Evangelischen Kirchengemeinde Plattenhardt)

 

 

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Der feierliche, ruhige Aufbahrungsraum in der Linsenhöfer Friedhofskapelle mit dem Glasfenster von Kurtfritz Handel, Linsenhofen. Das Fenster wurde gestiftet von Familie Dolde.