Distriktvisitation im Neuffener Tal hat begonnen

Mit Auftaktgottesdiensten in den einzelnen Gemeinden nach gemeinsamer Liturgie, hat am 19. März die Distriktvisitation im Neuffener Tal begonnen.

Die Distriktsvisitation im Neuffner Tal wurde mit einem gemeinsamen Gottesdienst in den sieben Kirchengemeinden des Distrikts am Sonntag Oculi, 19. März 2017 eröffnet. Es wurde auf die gleichen Worte der Bibel gehört, mit den gleichen Worten gebetet und die gleichen Lieder gesungen. Jede und jeder für sich, jede Gemeinde in ihrer Kirche und doch die verschiedenen Kirchengemeinden gemeinsam. Ein starkes Zeichen für das, was Evangelische Kirche im Distrikt Neuffener Tal verbindet und im Kern ausmacht. Zum Distrikt Neuffener Tal gehören die Kirchengemeinden Beuren, Frickenhausen, Großbettlingen, Kohlberg, Linsenhofen, Neuffen und Tischardt.
In der Regel findet die Visitation alle 8 Jahre in den einzelnen Gemeinden statt. Dieses Jahr nun werden die Einzelvisitationen gebündelt zu   e i n e r   Visitation des Distrikts. Das Visitationsjahr bietet folgenden Verlauf:
Am kommenden Samstag, 25. März 2017 findet in der Neuffener Stadthalle das Distriktsforum statt, an dem Vertreter der Distriktsgemeinden teilnehmen.
Das Forum geht den Fragen nach: Welche Formen der übergemeindlichen Kooperation haben sich in den letzten Jahren unter dem Dach von evangelisch im Täle entwickelt? Was müsste wie weiterentwickelt werden, was wäre nötig im Blick auf die Zukunft?
Das Jahr über wird es weitere Besuchsrunden und Gespräche geben.
Abgeschlossen wird die Visitation im Neujahrsgottesdienst 2018 in Frickenhausen mit Dekan Michael Waldmann als Prediger.
Das Visitationsjahr steht unter dem Wort des Apostels Paulus: „Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen.  …Denn wie der Leib einer ist und hat doch viele Glieder, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft. (Aus 1. Korinther 12)“.
Visitation ist Kirchenleitung. Sie ist Anlass zur Sichtung des Gemeindelebens in der ganzen volkskirchlichen Breite.  Sie dient der Strukturierung und der Zielklärung der Arbeit in und von Kirchengemeinden. Sie fragt nach Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Erneuerung. Sie dient bei allem im Auftrag des Landesbischofs der Information der Kirchenleitung und fordert  zur Wahrnehmung im Blick auf den Bericht an die Landessynode und zu Reaktionen und Konsequenzen heraus.
Insgesamt also bleibt Visitation ein Steuerungsinstrument im Blick auf Organisation und Personen, das der Prüfung laufender Prozesse und der Perspektivenerweiterung über den Alltag hinaus hohe Priorität einräumt. In all dem soll Visitation in der Regel ein offener Kommunikationsprozess werden – untereinander in Gemeinde und Distrikt und mit der bezirklichen und landeskirchlichen Kirchenleitung, der zur gegenseitigen Erweiterung der Kenntnis beitragen will, wie Kirche Jesu Christi aktuell und weiterführend gestaltet, wie die Arbeit in ihr inhaltlich und strukturell unterstützt werden kann oder verändert werden muss, wo aber auch die Möglichkeiten und Grenzen des landeskirchlichen und ökumenischen Konsenses wahrzunehmen sind.