KiNaLi im März: Ein kleiner Funke Hoffnung

Nach der netten Begrüßung durch Wido und fröhlichen Aufwärmliedern tauchten wir ein in eine Zeit vor ca. 3000 Jahren. Wir begaben uns nach Nordisrael, wo damals König Ahab regierte und begegneten Elia, dessen Geschichte gerade unser Thema beim Kindernachmittag ist. Elia, der sich mit seinem König angelegt und ihn davor gewarnt hatte, neben dem einen Gott noch an andere Götter zu glauben und sie zu verehren, sich dann verstecken musste und während der großen Dürrezeit ganz auf Gott vertraute und versorgt wurde, sollte nun ins benachbarte Feindesland Phönizien gehen. Dort, so versprach Gott Elia, würde ihn eine Witwe bei sich aufnehmen und weiterversorgen.
Elia, der aufgrund seiner Erfahrungen ein starkes Vertrauen zu Gott hatte, machte sich auf den weiten Weg. Er wunderte sich jedoch sehr über Gottes Entscheidung, denn in Phönizien glaubte kaum jemand an Gott, und Elia wusste auch, dass Witwen während Dürrezeiten die Ärmsten waren und am ehesten verhungerten. Wie sollte dieser Plan Gottes  also funktionieren?
Die Witwe war denn auch zunächst sehr überrascht von Elias Bitten um Wasser und Essen. Ihre wenigen Vorräte waren aufgebraucht, sie war ohne Hoffnung und rechnete damit, dass sie und ihr Sohn bald verhungern und sterben müssten. Wie sollte sie da noch einen Fremden mitversorgen?
Doch Elia ließ einen Funken Hoffnung in ihr aufkeimen, als er ihr von seinem Gott erzählte, der sie nicht im Stich lassen würde und versprach, dass das Brot, das sie noch backen wollte,  für alle reichen würde. Sie war mutig und die Hoffnung darauf, vielleicht doch nicht so schnell sterben zu müssen, ließ sie Elia zum Essen einladen und tatsächlich: das Mehl und Öl gingen die ganze weitere Dürrezeit über nicht aus und alle drei überlebten.
In einem kleinen Gesprächskreis übertrugen wir die Geschichte in unser Leben:  Wann waren wir schon einmal ohne Hoffnung? Wie wurde uns geholfen? Hat mit uns auch schon mal jemand sein Essen geteilt, wenn wir Hunger hatten?
Anschließend ging es in die Aktionen: eine Gruppe baute ein tolles Leitergolf-Spiel aus Holz und Knoten und Bünden, das anschließend im Kirchgarten gleich ausgiebig ausprobiert und von den anderen Gruppen bewundert wurde.
Eine zweite Gruppe filzte mit viel Fantasie und handwerklichem Geschick zauberhafte kleine Filzdecken mit Menschen und Tieren darauf für das Projekt von „Evangelisch im Täle“: die Darstellung der Schöpfungstage. Die Deckchen werden alle zusammengenäht und können in den nächsten Wochen in unserer Kirche bewundert werden, bevor die Kinder sie danach mit nach Hause nehmen dürfen.
Und die dritte Gruppe kümmerte sich um das leibliche Wohl aller und schnippelte in der Küche eifrig ganz viele Früchte klein für einen bunten, leckeren Obstsalat.
Gemeinsam trafen wir uns dann am Ende im großen Saal zum Obstsalat genießen und verabschiedeten uns nach einem fröhlichen und gelungenen Nachmittag mit unserem „Einfach spitze Lied“ wieder voneinander.
Der nächste KiNaLi ist am 8. Mai. Dazu sind wieder alle Schulkinder von 6 bis 11 Jahren herzlich eingeladen.
Bis dahin wünschen Wido und wir vom KiNaLi-Team Euch und Euren Familien eine frohe Osterzeit.

Anke Lengefeld