Friedhofskapelle Linsenhofen eingeweiht

Am 9. Juli 2006 war es endlich so weit: die neue Friedhofskapelle auf dem Linsenhöfer Friedhof konnte eingeweiht werden. Sie wurde entworfen und gebaut durch die Architekten Dolde+Müller-Partner, Linsenhofen. Sie hatten den Wettbewerb zur Neugestaltung des Friedhofs gewonnen und auch den Auftrag erhalten.

 

Das formschöne alte Gebäude von Architekt Ernst Deeg war zu klein geworden, außerdem hatte es keine geschlossene Halle, so dass besonders im Winter und bei Regen die Gemeinde einen schweren Stand hatte. Umstritten war lange, ob ein Neubau weit von der Bahnlinie oder die Renovierung des alten Gebäudes durchgeführt werden solle. Ernst Deeg selbst trat dafür ein, dass die heutige Lösung angestrebt werden solle.

 

Von Anfang an war das Linsenhöfer Pfarrersehepaar Silvia Trautwein und Hans Peter Weiß-Trautwein beratend sowohl in den Wettbewerb als auch baubegleitend durch die Architekten einbezogen, ebenso wie Pfarrer Anselm Jopp und Bestatter Wolfgang Doster. Schließlich, so Ortsvorsteher Helmut Weiß, würden diese ja vor allem im und am Gebäude tätig sein.

 

Pfarrer Jopp und Pfarrer Weiß-Trautwein konnten dann auch zufrieden auf ein ihrer Meinung nach sehr gelungenes Werk blicken, als sie gemeinsam dem Gebäude den Segen gaben. Besonders stolz sei man auch auf die künstlerische Ausgestaltung durch Kurtfritz Handel, Linsenhofen, der die Fenster in den Farben des Sonnenaufgangs gestaltet hat, dazu das Kreuz aus Glasplatten an der Stirnseite der Kapelle.

 

Diese Fenster wurden von Linsenhöfer Bürgern gestiftet. Es fanden sich in Hans und Annelore Kirchner als Stifter des bronzenen Ambo und des bronzenen Altars, der die schwebende Leichtigkeit des ganzen Gebäudes aufnimmt. Beides erinnert an Tücher eines Katafalks, der Aufbahrungsstätte oder des Trauerwagens bei Beerdigungen.

 


Der Musikverein Linsenhofen gestaltete die Einweihung musikalisch, Grußworte rahmten sie.

 

 

Ökumenische Segensfeier zur Einweihung der neuen Friedhofskapelle

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Altar und Wandkreuz, darüber die farbige Fenstergestaltung.

 

Vorspiel des Musikvereins

 

Eröffnung und Begrüßung

Pf.:      Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Alle:    Amen.

Pf.:      Der Herr sei mit euch.

A.:       Und mit deinem Geiste.

 

Einführung

 

Eröffnungsgebet

 

Lesung aus der Heiligen Schrift

„Der Tod ist verschlungen vom Sieg"

1. Korinther 15

 

Antwortgesang

„Befiehl du deine Wege“

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt

der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.

Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,

der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

 

Dem Herren musst du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn;

auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn.

Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein

lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.

 

Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not;

stärk unsre Füß und Hände und lass bis in den Tod

uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein,

so gehen unsre Wege gewiss zum Himmel ein.

 

Ansprache

„... dieser Ort soll ein Ort des Segens sein ...“

 

Segensgebet

Pf.:      Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.

Alle:    Der Himmel und Erde geschaffen hat.

Pf.:      Herr, erhöre mein Gebet!

A.:       Und lass mein Rufen zu dir kommen!

Pf.:      Lasst uns beten!

 

Bekenntnis unserer Hoffnung

„Christ ist erstanden!“

 

Vorsänger:      Christ ist erstanden

Alle:          von der Marter alle;

des solln wir alle froh sein,

Christ will unser Trost sein.  Kyrieleis.

 

Wär er nicht erstanden,

so wär die Welt vergangen;

seit dass er erstanden ist,

so lobn wir den Vater Jesu Christ’.  Kyrieleis.

 

Halleluja. Halleluja. Halleluja.

Des solln wir alle froh sein,

Christ will unser Trost sein.  Kyrieleis.

 

Fürbittengebet

Gebet des Herrn

 

Segen und Entlassung

Pf.:  Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vater und des Sohnes und des Heiligen Geistes, komme auf euch herab und bleibe bei euch allezeit.

A.:       Amen.

Pf.:      Gehet hin in Frieden.

A.:       Dank sei Gott, dem Herrn.

 

Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen,

der große Dinge tut, an uns und allen Enden,

der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an

unzählig viel zugut bis hierher hat getan.

 

Der ewigreiche Gott woll uns bei unserm Leben

ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben

und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort

und uns aus aller Not erlösen hier und dort.

 

Lob, Ehr und Preis sei Gott dem Vater und dem Sohne

und Gott dem Heilgen Geist im höchsten Himmelsthrone,

ihm, dem dreiein’gen Gott, wie es im Anfang war

und ist und bleiben wird so jetzt und immerdar.

 

 

Nachspiel des Musikvereins